
Manfred Rommelfanger, Am Mühlenberg 15, 54314 Zerf
Tel. 06587/1208
| Einwohner: | 1.646 |
| Gemarkung: | 2.888 ha, davon 2.055 ha Wald, 653 ha landwirtschaftliche Nutzfläche |
Funde
aus frühesten Kulturen zeigen, daß der Zerfer Hochwald schon seit
Jahrhunderten besiedelt war. Prunkstücke des Altertums sind die Bronzegefäße
und der Goldschmuck etruskischen Ursprungs aus dem Zerfer Fürstengrab, von
etruskischen Händlern aus Italien zu den in Zerf siedelnden Kelten gebracht.
Aus der Römerzeit wurden Ruinen ehemals prächtiger Landhäuser und eine
stattliche Anzahl von Münzen, Schmuck, Waffen und sonstigen Geräten
gefunden.
Karl der Große schenkte 802 die Siedlung Zerf der Trierer Kirche. Das Trierer
Stift St. Paulin hat bis 1802 als größter Gutsherr Zerf geprägt. Zu den Nöten
des 30-jährigen Krieges kamen noch Hungerjahre durch Mißernten hinzu. 1816
fiel Zerf mit einer eigenen Bürgermeisterei zu Preußen. Und wieder folgten
harte Jahre und Notzeiten. Viele Zerfer mußten ihren Unterhalt als Nah-
und Fernpendler verdienen.
Erst nach der Währungsreform ging es allmählich aufwärts. In den fünfziger
Jahren war das Sozialgefüge noch dörflich-ländlich geprägt. In den sechziger
Jahren trat dann ein Strukturwandel ein. Viele Menschen lösten sich aus dem ländlichen
Lebenskreis und fanden auswärts eine feste Arbeitsstelle.
Zerf ist inzwischen ein staatlich anerkannter Erholungsort in landschaftlich
herrlicher, waldreicher und gesunder Höhenlage.
Kindergarten, Grund- und Hauptschule, Regionalschule, Heimatmuseum,
Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes, zwei Kath. Kirchen, vier praktizierende Ärzte, zwei Zahnärzte, Apotheke,
Sporthalle,
Tennisanlage mit drei Plätzen, zentraler Sportplatz, Minigolfanlage, Campingplatz,
Staatlich anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde.
| Verbandsgemeindeverwaltung
Kell am See Rathausstraße 1 54427 Kell am See 06589/179-0 |
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