VGV_neu.jpg Verbandsgemeinde Kell am See

 

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Caritas Landkreis Trier-Saarburg

 

Willkommens-Netz


4. Infobrief Flüchtlingschancen in der
Verbandsgemeinde Kell am See

 

 Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein gutes neues Jahr! Anbei einige, für sie hoffentlich interessante, Informationen.


Das große Thema Integration: Dazu Dr. Winfried Kösters:


„Wie könnte das gelingen?


1. Wir brauchen eine Haltung, die Menschen willkommen heißt, auch wenn sie anderes sind, sich anders kleiden und anders aussehen.


2. Integration ist kein einseitiger Prozess. Es ist ein gegenseitiges Aufeinander zugehen.


3. Es braucht ein Konzept, ein planvolles, zielorientiertes strategisches Vorgehen. Wichtiger als unsere unterschiedliche Herkunft ist unsere gemeinsame Zukunft!


4. Es braucht ein Netzwerk der Akteuren. Es braucht Identifikation der Akteure mit Zielen und Umsetzungswegen.


5. Wir brauchen neben einer gemeinsam entwickelten Konzeption für eine gelingende Integration auch eine gemeinsam abgestimmte priorisierte Vorgehensweise. Oberste Priorität: Sprache


6. Es braucht eine regelmäßige Plattform des Austausches. Transparenz und Kontinuität sind zwei wichtige Funktionsbedingungen.


7. Es braucht eine Prozesssteuerungsgruppe, einen sich kümmernden Kern, der sich als Motor versteht.


8. Es braucht Kümmerer, Motoren, Brückenbauer.“

 

Das ist eine Idealvorstellung, so könnte Integration gelingen.
An vielen Punkten sind wir in Kell am See schon „gut aufgestellt“. Lassen Sie uns alle weiter an einer gelingenden Integration 2017 arbeiten. Danke!

 

Anteil Muslime

Was hätten Sie geschätzt? Wir alle haben Angst und diese wird geschürt. Deshalb sind die Fakten und deren Verbreitung so wichtig!


Europäische Kommission - Pressemitteilung


Kommission berichtet über die im Rahmen der Europäischen Migrationsagenda erzielten Fortschritte (Auszug)
gesamt: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-16-4281_de.htm
Brüssel, 8. Dezember 2016


„Schrittweise Wiederaufnahme der Dublin-Überstellungen nach Griechenland“


Die Kommission hat heute ihre vierte Empfehlung zur Frage der Wiederaufnahme der Dublin-Überstellungen nach Griechenland angenommen. Damit wird die Rückkehr zu einer normalen Funktionsweise der Dublin-Regeln greifbarer. In dieser Empfehlung stellt die Kommission fest, dass Griechenland beträchtliche Fortschritte bei der Schaffung der grundlegenden institutionellen und rechtlichen Strukturen erzielt hat, die für ein ordnungsgemäß funktionierendes Asylsystem erforderlich sind. Allerdings sind auf dem Weg zur Wiederaufnahme der Dublin-Überstellungen noch mehrere Punkte zu berücksichtigen: so bleibt der Migrationsdruck hoch, und bestimmte Unzulänglichkeiten im griechischen Asylsystem bestehen weiterhin, u. a. was die Aufnahmebedingungen, die Behandlung schutzbedürftiger Antragsteller und die Geschwindigkeit anbelangt, mit der Asylanträge registriert und geprüft werden.


Die Kommission empfiehlt deshalb eine schrittweise Wiederaufnahme der Überstellungen nach Griechenland. Dabei sollen die griechischen Behörden in jedem Einzelfall eine menschenwürdige Behandlung zusichern. Damit Griechenland nicht übermäßig belastet wird, sollten diese Überstellungen nicht rückwirkend wiederaufgenommen werden, sondern sich nur auf Asylbewerber erstrecken, die ab dem 15. März 2017 irregulär über eine Außengrenze nach Griechenland gelangen, oder für die Griechenland aufgrund anderer als der Dublin-Kriterien ab diesem Zeitpunkt zuständig ist. Um die griechischen Bemühungen zu unterstützen, fordert die Kommission die Mitgliedstaaten auf, ihren Umverteilungspflichten vollumfänglich nachkommen und in ausreichendem Umfang Asylexperten nach Griechenland abzustellen.


Asylbewerber sollten nur dann nach Griechenland überstellt werden, wenn die griechischen Behörden in jedem Einzelfall eine mit EU-Recht konforme Behandlung zusichern. Schutzbedürftige Asylbewerber wie unbegleitete Minderjährige sollten vorläufig nicht nach Griechenland überstellt werden. Ein Team des Europäisches Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO), bestehend aus Sachverständigen der Mitgliedstaaten, sollte die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten unterstützen und darüber berichten, ob die gemäß der Dublin-Verordnung nach Griechenland rücküberstellten Personen entsprechend den Zusicherungen der griechischen Behörden behandelt werden. Die Kommission wird regelmäßig über die Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Empfehlung berichten und die darin enthaltenen Einzelempfehlungen erforderlichenfalls aktualisieren“.

 



Zusatzerklärung bzgl. Dublin – Verfahren:


Jeder Flüchtling muss sein Asylverfahren in dem EU-Land betreiben in dem er erstmalig registriert wird. Griechenland war wegen systemischer Mängel im Asylverfahren bisher ausgenommen.


Paulinus vom 25.12.2016


Ganz viel Herzblut und Solidarität


Die Caritas und das Dekanat Hermeskeil-Waldrach haben für 25 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer aus der Verbandsgemeinde Kell ein Dankeschön-Fest veranstaltet.


Mandern. „Wir wollen einfach mal Danke sagen“, begrüßten Pastoralreferentin Elisabeth Scherer und Andreas Flämig vom Diözesan-Caritasverband Anfang Dezember in Mandern die Helferinnen und Helfer. „Mit Herzblut und Solidarität“ hätten sie und weitere Engagierte in den vergangenen anderthalb Jahren die Neuankömmlinge willkommen geheißen, würdigten die Ehrenamtskoordinatorin und der Ehrenamtsbegleiter der Flüchtlingshilfe im Dekanat Hermeskeil-Waldrach. Scherer und Flämig sind eins von bistumsweit über 30 „Tandems“, die begleiten, beraten, qualifizieren, fördern, entlasten und Kontakte zu Institutionen, Sozialdiensten sowie weiteren Akteuren knüpfen und pflegen. Kids-Treff und Welcome-Café Zwei besondere Angebote in der Region sind ein Kids-Treff in Kell und eine Kleiderstube in Zerf. Bürger und Bewohner der Umgebung erhalten dort kostenlos Kleidung, Spielsachen und Hausrat, betont Christel Martin aus Greimerath. Dorthin lud auch das erste „Welcome-Café“ ein – ein Ort der Begegnung von Flüchtlingen und Eingesessenen, den bis zu 200 Menschen nutzen. Zum wöchentlichen Kids-Treff kamen laut Carsten Lichtenknecker, der mit zwei Frauen Basteln, Wanderungen und Ausflüge anbot, bis zu 20 Kinder. Reinhold Zengerle kümmert sich um Kinder und Familien, die in Kell in Wohncontainern leben. Er organisiert etwa gebrauchte Fahrräder, die er mit Flüchtlingen repariert und verteilt, besorgt Schlitten oder lässt Kinder auf seinem Traktor mitfahren.

 

Emil Brucker ist in Kell Ansprechpartner für juristische Fragen und Kontakte mit Ausländerbehörden. Für ihn und Ehefrau Marianne ergab sich eine schöne Gemeinschaft: „Wir sind voll integriert in die Familien – und sie bei uns.“ Laut Flämig ist in den Dörfern der Verbandsgemeinde nichts zu spüren von einer Flüchtlings-„Krise“ – dank der Ehrenamtlichen, aber auch der Verwaltung, die bereitwillig unterstütze. Auch Bürgermeister Martin Alten bedankte sich bei den Helferinnen und Helfern, die sich vor Ort um die Familien kümmern, Menschen zu Behörden, Ärzten und Einkäufen begleiteten sowie beim Deutschlernen helfen. Neben dem Unterricht „am Küchentisch“ gibt es Kurse der Volkshochschule – bisher je zwei in Kell und Zerf. In diesen unterrichten Menschen wie der pensionierte Lehrer Alfred Gelz. Angesichts der Vergangenheit Deutschlands sieht er die Bürger hier geradezu in der Pflicht, Flüchtlinge gut aufzunehmen und ihnen soziale Kontakte zu ermöglichen. (red. Info)


Das Willkommensnetz und das Tandem sind Teile der Flüchtlingshilfe im Bistum Trier. Nähere Auskünfte darüber gibt es im Internet unter www.willkommensnetz.de.


Terminvorschau:


Essen wie in 1001 Nacht, am 21.01.2017. Lassen Sie sich im MGH Hermeskeil verwöhnen. Restkarten MGH Hermeskeil Christoph Eifler
25.01.2017 um 19 Uhr Vorbereitungstreffen CAFÉ Willkommen
15.02.2017 Austauschrunde um 19 Uhr in Kell am See, Alte Mühle.
Am 12. Mai (von 16.00 – 21. 00 Uhr) wird es folgenden Kurs im Mehrgenerationenhaus in Hermeskeil geben: „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“. Anmeldung über Frau Scherer möglich.
 

Elisabeth Scherer Andreas Flämig

Dekanat Hermeskeil-Waldrach

06503/92288913

0160/94836739

Caritasverband Trier

06502/9356332

0160/99497121