Sicher durch den Winter Tipps für Hausbesitzer

Verbandsgemeinde Kell am See , den 24.01.2013

Leitungswasserschäden führen seit Jahren die Statistik in der Wohngebäude- und Hausratsversicherung an. Allein 2011 zahlten die Versicherer ihren Kunden über 2,1 Mrd. € für Schäden durch undichte Wasserleitungen. Was zum Frostschutz für die Wasserleitung beachtet werden sollte und wie man mit Schnee auf dem Dach und der Fotovoltaikanlage umgeht, dazu geben die deutschen Versicherer nachfolgende Tipps.
Leitungswasserschäden vorbeugen
Der effektivste Schutz gegen Leitungswasserschäden ist Heizen.
Die Frostschutzstellung "*" am Heizkörperventil schafft nur bedingt Sicherheit. Dieser so genannte Frostwächter sorgt lediglich dafür, dass der Heizkörper nicht einfriert. Rohre, die entfernt vom Heizkörper verlegt sind, werden nicht geschützt.
Es ist also darauf zu achten, dass alle Räume im Gebäude ausreichend beheizt und die Ventile nie vollständig zugedreht werden. Unbeheizte und wenig benutzte Räume sind ebenso zu kontrollieren.
Auch in punkto Heizkosten ist eine konstante Raumtemperatur unter dem Strich häufig günstiger als das permanente Auf- und Abdrehen der Anlage. Schutz vor den finanziellen Folgen eines Leitungswasserschadens beitet die Hausratversicherung. Damit ist der komplette Hausrat vom Kleiderschrank über die Wohnzimmereinrichtung bis zum Computer versichert. Leitungswasserschäden am Wohnhaus ersetzt die Wohngebäudeversicherung. Auch die Garage oder das Gerätehaus auf dem Grundstück sind hier mit abgesichert.
Schneelasten auf dem Dach
Was von außen hübsch anzusehen ist, birgt oftmals ein Risiko: Schnee auf dem Dach. Hausbesitzer sollten daher regelmäßig einen Blick auf das Dach werfen. Immer wieder kommt es zu Verformungen, Rissen und Einstürzen, weil das Dach die Schneelasten nicht mehr trägt.
Unterschätzen Sie das Gewicht nicht: Eine 10 cm dicke Schneeschicht kann - abhängig vom Grad der Vereisung und dem Wassergehalt - mehr als 100 kg/qm wiegen.
Ver unsicher ist, ob das Dach die Lasten noch trägt, sollte einen örtlichen Dachdeckerinnungsbetrieb fragen oder bei der Feuerwehr anrufen.
Haus- und Wohnungsbesitzer sollten nicht selbst auf das Dach klettern und in Eigenregie versuchen, die Schneeschichten vom Giebel zu schaufeln.
Was viele nicht wissen: Beschädigungen, die durch Schnee verursacht werden, gelten als Natur- oder auch Elementarschäden. Wer sich hier vor den finanziellen Folgen eines Schneeschadens auf dem Dach schützen möchte, sollte über den Abschluss einer Elementarschadenversicherung nachdenken.
Schnee auf der Fotovoltaikanlage
Ist die Fotovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Dachneigung von mehr als 30 Grad installiert, so ist der Betreiber auch bei Schnee ohne Sorge. Denn ab diesem Neigungswinkel rutscht die weiße Pracht von allein ab.
Alle anderen Anlagenbetreiber müssen selbst dafür sorgen, dass die Module vom Schnee befreit werden. Doch besteht bei allen Arbeiten auf dem Dach, insbesondere bei Schnee und Eisglätte, erhöhte Gefahr abzurutschen und abzustürzen, mit möglichen schweren Verletzungen als Folge.
Man sollte niemals ungesichert auf das Dach steigen oder versuchen, den Schnee von einem Fenster aus stehend mit einem Haushaltsbesen zu beseitigen.
Beim Räumen der Solarmodule ist darauf zu achten, dass diese nicht durch das Schneeräumwerkzeug beschädigt werden. Scharfe Kanten können größere Schäden an den empfindlichen Modulen anrichten.
Die Module sollten regelmäßig und am besten gleich nach dem Schneefall vom Schnee befreit werden.
Schäden an Fotovoltaikanlagen können über die Wohngebäudeversicherung oder eine spezielle Fotovoltaikanlagen-Versicherung abgesichtert werden.
Weitere Tipps zu den Rechten und Pflichten von Versicherungsurkunden sind im Internet unter gdv.de zu finden. Dort gibt es auch den Informationsflyer "Kleines Leck, großer Schaden", der Hinweise enthält, wie man Leitungswasserschäden vorbeugt.
gdv
Quelle RBZ-Nr. 3 19.01.2013

 

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