Amphibienwanderung beginnt

Verbandsgemeinde Kell am See , den 14.03.2013

Appell an alle Verkehrsteilnehmer: Rücksichtsvoll fahren
Wenn Anfang März die Tage länger werden, ist für die Amphibien die Zeit der Winterruhe beendet. Die Tiere warten auf den richten Zeitpunkt, um ihre Wanderung zum Laichgewässer zu beginnen. Milde Nachttemperaturen (in der Regel über 5 Grad Celsius) und feuchte Witterungsverhältnisse sind ideale Voraussetzungen für den Beginn dieser Reise. Die stärksten Wanderaktivitäten dauern von 19.00 bis 24.00 Uhr. In dieser Zeit ziehen Frösche, Kröten und Molche in der Dämmerung und während der Nacht zum Wasser, um sich dort zu paaren und ihre Eier (Laich) abzulegen. Für viele Amphibien werden dabei die Übergangsbereiche von Straßen zu einer tödlichen Falle. Beispielsweise benötigt eine Erdkröte mit einem Männchen auf dem Rücken ca. 10 Minuten für das Überqueren einer 7,50 m breiten Straße.
Zum Schutz der Amphibien werden im Kreis Trier-Saarburg verschiedene Maßnahmen ergriffen. U.a. sollen Hinweisschilder mit dem Krötensymbol in Verbindung mit Geschwindigkeitsbegrenzungen Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer während der Wanderzeit zum langsamen Fahren veranlassen. Darüber hinaus werden an einigen Streckenabschnitten Schutzzäune errichtet. Morgens und abends werden die in Eimern gesammelten Tiere von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sicher über die Straße getragen.
Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer können helfen, das Sterben der Amphibien auf den Straßen so gering wie möglich zu halten, in dem sie in den kommenden Wochen nachts die gekennzeichneten Streckenabschnitte, insbesondere bei feuchter Witterung, mit reduzierter Geschwindigkeit vorsichtig passieren oder - wenn möglich - ganz umfahren.
Um Kröten, Molche und Frösche bei ihrer Wanderung vor dem Verkehrstod zu bewahren, ist die untere Naturschutzbehörde auch künftig auf ehrenamtliche und freiwillige Helferinnen und Helfer angewiesen.
Auf folgenden Straßenabschnitten in der Verbandsgemeinde Kell am See ist in erhöhtem Maße mit Amphibienwanderungen zu rechnen:
- B 268, bei Paschel-Steinbachweier
- B 268, Höhe Tümpel des ehem. Nasslagerplatzes zwischen Oberzerf u. Greimerath
- K 43, bei Lampaden, Kurve vor der Kläranlage
- K 47, Ortsgrenze Paschel bis zur Kreuzung Klinkbach
- K 68, zwischen Zerf u. Mandern im Bereich der Teichanlagen auf ca. 560 m Länge
Weitere Informationen zum Thema "Amphibienschutz" gibt es bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg in der Abteilung "Bauen und Umwelt" unter der Rufnummer: 0651-715-128 bzw. - 315 (oder E-Mail: ).

 

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