Naturpark fördert die zukunftsfeste Entwicklung der Kommunen

13.07.2018

Um eine zukunftsorientierte Entwicklung der Region gemeinsam mit der Bevölkerung zu gewährleisten, unterstützt und fördert der Naturpark die Erhaltung und Weiterentwicklung einer regionalspezifischen attraktiven Kulturlandschaft. Ziel ist es die Wertschöpfung in der Naturpark-Region zu erhöhen und eine zukunftsfeste Entwicklung zu gewährleisten. Gemeinsam mit den Akteuren der Naturpark-Mitgliedskommunen, vieler engagierter Menschen und Institutionen vor Ort, kann der Naturpark Saar-Hunsrück zukunftsorientiert gestaltet und regionalspezifisch erhalten werden.

Die Sicherung einer lebenswerten zukunftsfesten Heimat mit hoher Wohnqualität sowie facettenreichem Freizeit- und Erholungswert überzeugt Menschen hier wohnen zu bleiben. Eine nachhaltige Landschaftspflege und -nutzung bewahrt die wertvollen Lebensräume der heimischen Tier- und Pflanzenarten in unserem Naturpark Saar-Hunsrück. Hierzu bedarf es einer naturschonenden und landschaftsverträglichen touristischen, gewerblichen, weinbaulichen, land-, forst- und wasserwirtschaftlichen Nutzung. Der Naturpark Saar-Hunsrück steht für die Zukunft des ländlichen Raumes. Eine Investition in unseren Naturpark lohnt sich daher für die Menschen, die Natur und die Region.

Entsprechend dieser Zielsetzungen des Naturparks werden vom Land Rheinland-Pfalz jährlich Fördermittel zur Umsetzung des Naturpark-Handlungsprogramms bereitgestellt. Gegenstand der Förderung sind Projekte und Maßnahmen, die den sechs vom Umweltministerium vorgegebenen Handlungsfeldern des in diesem Jahr fortzuschreibenden Naturpark-Handlungsprogramms für die Jahre 2019 bis 2028 entsprechen:

Projekte und Maßnahmen zur:

  1. Sicherung der biologischen Vielfalt, Landschaftspflege und -entwicklung
  2. naturnahen und naturverträglichen Erholung
  3. Bildung für nachhaltige Entwicklung und Information zu Natur und Landschaft

Initiierung von:

  1. dauerhaft umweltgerechten Landnutzungen
  2. nachhaltigem Tourismus
  3. Mitwirkung an einer nachhaltigen Regionalentwicklung

Gemäß der Beschlussfassungen der Vereinsgremien werden diesen sechs Handlungsfeldern die in den Mitglieder-Workshops neu festgelegten Querschnitts-Themenfelder zugeordnet. Diese sind: gesunde Naturpark-Dörfer, nachhaltiger und barrierefreier Natur- und Kulturtourismus und Synergien mit den benachbarten Nationalen Naturlandschaften, dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald im Naturpark und dem benachbarten Naturpark Soonwald-Nahe. Die Zuwendungen können je nach Maßnahme bis zu 80 % der förderfähigen Kosten betragen. Für Natur- und Artenschutzmaßnahmen ist eine 100 %-Förderung möglich. Gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen wie z. B. Ausgleichsmaßnahmen sind nicht förderfähig.

 

Antragssteller können Kommunen und Vereine im rheinland-pfälzischen Teilgebiet des Naturparks sein.

Die Antragsformulare 2019 sind unter www.naturpark.org, „Aktuelles“ Downloads abrufbar.

Förderanträge für das Maßnahmenjahr 2019 sind bei der Geschäftsstelle des Naturparks Saar-Hunsrück in zweifacher Ausfertigung bis zum 14. September 2018 über die zuständige Verbandsgemeinde/Gemeinde einzureichen.

Weitere Informationen: Geschäftsstelle Naturpark Saar-Hunsrück, Trierer Straße 51, 54411 Hermeskeil, Tel. 06503 9214-0, Fax: 06503 9214-14, Ansprechpartnerin: Dipl.-Umweltwissenschaftlerin Susanne Schmid.

Hintergrundinformation:

Alljährlich setzt der Naturpark-Trägerverein gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Vereinen Projekte zur naturverträglichen Erholung, Umweltbildung, Landschaftspflege sowie nachhaltigen Tourismus und Regionalentwicklung um. 2017 wurden u. a. folgende Projekte durchgeführt:

  • Durchführung ganzjähriger Umweltbildungsveranstaltungen für Schulklassen und Jugendgruppen sowie für Kinder, Erwachsene und Familien
  • Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und Multiplikatoren
  • "Potenzialstudie Trauntal", Modellhaftes Kooperationsprojekt von zehn Ortsgemeinden im Trauntal, Projektträger Verbandsgemeinde Birkenfeld
  • Aktivierung der Naturpark-Dörfer Achtelsbach und Mackenrodt in den Verbandsgemeinden Birkenfeld und Herrstein
  • Erweiterung Streuobst-Erlebnispfad mit zwei interaktiven Stationen in der Ortsgemeinde Mackenrodt, Verbandsgemeinde Herrstein
  • Wiederansiedlung von Arnika mit Regiosaatgutvermehrung
  • Erneuerung von Beschilderungen des Saar-Hunsrück-Steiges und der Traumschleifen im Erholungsgebiet Hochwald zwischen Mosel und Saar e. V
  • Studie zur Weiterentwicklung des Naturparks zur Fortschreibung des Handlungsprogramms für die Jahre 2019 bis 2028
 

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